Berlin - Wohnen in Eigener Regie
Autor: Hg: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll - Stiftung & Mathias Heyden, 21.09.2007 Gemeinschaftsorientierte Strategien für die Mieterstadt - Bundesweit und so auch in Berlin ist eine wachsende Bewegung zum selbstbestimmten, gemeinschaftsorientierten Wohnen zu beobachten. Ein wesentliches Motiv: der Wunsch nach „Wahlfamilien“ und somit nach Vertrautheit, Verbindlichkeit und Vielfalt, nach Wohnformen, die über einen Alltag in Single-, Partner- oder Kleinfamilienhaushalt hinausweisen. Gesucht werden mehr Selbstverwirklichung, Austausch und Nachbarschaft im direkten Wohnumfeld. Eine Vielzahl der sogenannten Wohnprojekte, Baugemeinschaften oder Baugruppen sucht jedoch darüber hinaus nach Formen eines solidarischen und gesellschaftlich wirksamen Miteinander – nach Praktiken, die neue soziale Netze bilden. Dies zeigt sich insbesondere dann, wenn die Teilhabe sozial Schwacher und „normaler“ Mieter betont wird. Diesen Wegen gilt hier besondere Aufmerksamkeit. Es geht um Wohnpartnerschaften und städtische Nachbarschaften, die der wachsenden Vielfalt an Lebensentwürfen der gesamten Gesellschaft entsprechen. Die Bewegung zum gemeinschaftsorientierten Wohnen drückt nicht nur die zunehmende Selbstbestimmung im Privaten aus, sondern stellt gesamtgesellschaftlich geltende Verhandlungsformen, Übereinkünfte und Verträge des Zusammenlebens zur Diskussion. Für die hierzu wünschenswerten und notwendigen Fortschritte hin zu mehr Bürgerkommune und Zivilgesellschaft können die in diesem Sinne engagierten Akteure des selbstbestimmten, gemeinschaftsorientierten Wohnens elementare Beiträge leisten – wenn man sie ernst nimmt und sie ausreichend politisch unterstützt. ... Inhaltsverzeichnis Helmut Adamaschek - Vorwort Gemeinschaftsorientierte Wohnformen als Basis neuer sozialer Netzwerke Mathias Heyden - Berlin - Wohnen in eigener Regie! Gemeinschaftsorientierte Strategien für die Mieterstadt Heidemarie Cramer - Selbstbestimmtes, gemeinschaftliches Wohnen in Berlin aus der Sicht der Jungen Alten. Wie kommen finanzschwache Menschen im Alter 50+ zu einem Wohnprojekt? Politik und Stadtentwicklung Reiner Nagel - Die Berliner Innenstadt als Wohnort Möglichkeiten und Chancen selbstbestimmten Wohnens für alle Einkommensschichten Barbara Oesterheld - Von der Investoren zur gemeinwohlorientierten Wohnungspolitik Mit innovativen Wohnprojekten den Koalitionsvertrag umsetzen Michael LaFond und Robert Knobloch - Berliner Wohnkulturen: besetzen, besitzen, bestimmen Nachhaltige Vielfalt durch Selbstorganisation, Kooperation und Vernetzung entwickeln Kommunikation, planen und bauen Winfried Härtel - Warum Berlin Baugruppen und Wohnprojekte liebt Ein Plädoyer für mehr Demokratie mit und durch alle Arten von Baugruppen und Wohnprojekten Irene Mohr - Vorne der Kudamm und hinten die Ostsee ... 15 Jahre planen, bauen für und mit Wohnprojekten unterschiedlichster Art Praxis Peter Weber - Selbstverantwortlichkeit und Solidarität Gemeinschaftliches genossenschaftliches Planen, Bauen und Wohnen Sylvia Walleczek - „Kommunikativ Wohnen“ bei der 1892 eG Junge Ideen in der Tradition solidarischen Planens und Bauens Jürgen Breiter - Voll vermietet - Mieterhausprojekt m13a Ein Wohnprojekt als Mietshausprojekt - einfach und flexibel, vielschichtig und erlebnisreich; urbanes Wohnen zum Wohlfühlen ... Strategie Winfried Härtel - Solidaritätsfonds Ein Fonds für Berliner und Brandenburger Hausprojekte Ulf Heitmann und Peter Weber - Wohnprojektefonds – Sondervermögen des Landes Berlin Plädoyer für eine neue Förderpraxis Rolf Novy-Huy - Boden, Ökologie und Wohnen - spekulationsfrei! Unterstützung zur Selbsthilfe in Gemeinschaft – für die Gesellschaft Bernhard Hummel - Wohnprojekte – dem Immobilienmarkt entziehen! Selbstorganisierte Hausprojekte mit Hilfe des Mietshäuser Syndikat initiieren, realisieren und verwalten Reflektion Günther Uhlig - Die neuen Baugruppen Privater Wohnungsbau als sozialer Stadtbau? Bezug ab dem 21.09.07: Die Broschüre kann ab dem 21.09.07 für 5 € beim Bildungswerk bestellt werden. Bestellmail-Adresse: adamaschek@bildungswerk-boell.de Bei Abholung der Broschüre ab dem 21.09.07 kostet sie nur 3,50 €. Bildungswerk Berlin der Heinrich - Böll - Stiftung Kottbusser Damm 72, 10967 Berlin Tel. 030/ 611 289 65, fax 030/ 618 30 11 http://www.bildungswerk-boell.de






