Inhaltliche Ziele / Kurzbeschreibung:
Die Stiftung Umverteilen wurde 1986 errichtet und ist eine gemeinnützige Organisation, die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Entwicklungsprojekte in der sog. Dritten Welt fördert. Die Stiftung fungiert zu marktüblichen Zinsen auch als Erwerber und Erbpachtgeber für Wohnprojekte.
Im Mittelpunkt der Projektförderungen steht dabei die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit (AG dritte Welt - Hier!) und die Unterstützung von Projekten in der Dritten Welt (AG Asien, Afrika AG, AG Lateinamerika), mit Berücksichtigung eines frauenspezifischen Schwerpunktes in diesen Bereichen (AG Frauen).
Darüber hinaus unterstützt die Stiftung im Bereich der Jugendarbeit Austausch- und Reiseprojekte deutsch-türkisch gemischter Schulklassen und Jugendgruppen, die in die Türkei führen (AG Er-Fahren).
Zielgruppe:
u.a. Wohnprojekte als Erbpachtnehmer
Aktivitäten:
Erwerb und Vergabe von Grundstücken zu marktüblichen Zinsen in Erbpacht an Projektgruppen.
Geschichte:
Aus dem Verkauf von Geschäftsanteilen eines Pharma-Unternehmens im Jahre 1986 fließen einem Kreuzberger Erben so viele Millionen DM zu, daß er dieses Geld nicht selbst behalten will, weil es nicht eigentlich sein Geld ist, denn »viele Menschen haben dafür lange geschuftet«. Aus der Diskussion mit Personen seines Vertrauens entsteht die Idee, dieses Geld so anzulegen, daß regelmäßig Erträge fließen, um mit diesen dann Möglichkeiten zu schaffen, kontinuierlich an der Veränderung von Strukturen zu arbeiten, die Armut, Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung bedeuten. Die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung, die der Stifter mit ca. 18 Millionen Euro, bestehend aus Barvermögen und zwei Immobilien, ausstattet, schafft hierfür den geeigneten Rahmen, nicht zuletzt deshalb, weil so auch eine Vereinnahmung des Vermögens für Einzelinteressen und eine Reprivatisierung verhindert werden kann. Um die Förderetats möglichst umfangreich halten zu können, soll der Verwaltungsaufwand minimiert werden. Die Arbeit in den Stiftungsgremien ist daher ehrenamtlich und für die Verwaltung besteht einzig ein Büro mit zwei hauptamtlichen Angestellten. In Steuer-, Rechts- und Anlagefragen werden bei Bedarf externe SpezialistInnen hinzugezogen.