WOHNPORTAL Newsletter I-2012
Aktuelles + Inhalt
Aktuelles: Citizen Art Days
Vom 19. – 26. Februar finden die Citizen Art Days in Berlin statt. Künstler und Stadtakteure zusammen mit interessierten Bürgern sind eingeladen, mittels künstlerischer Strategien öffentliche Räume in Berlin zu untersuchen. Der öffentliche Raum ist der Ort des Miteinander-Seins, der Ort an dem soziale Kommunikation und Demokratie im Konkreten stattfinden. Dem steht heute gerade in Berlin eine zunehmende Abschottung von Lebenswelten und das Auseinanderdriften der Milieus gegenüber.
Die Citizen Art Days sind von der Überzeugung getragen, dass Kunstprojekte, die in der Zusammenarbeit von Bürgern, Künstlern und städtischen Akteuren verwirklicht werden, ein geeigneter Ansatz sind, diese Entwicklungen kreativ und nach selbstentwickelten Maßstäben zu gestalten.
Eine Initiative von der Künstlergruppe "Parallele Welten". Alle Informationen zum Programm, Hintergründe etc. findet ihr hier: citizen art days.
Andere interassante Termine wie den "Wohnungsbautag-Wie sozial tickt Deutschland beim Wohnungsbau?" findet ihr in unserem Terminkalender.
Weitere Themen in diesem Newsletter:
1. Wohnen in Berlin: Das Internationale Jahr der Genossenschaften
2. Projekt im Rampenlicht: spree wg 1
3. Aufruf: Ünterstützung für eine kollektive Hausprojektgruppe
1. 2012: Das Internationale Jahr der Genossenschaften- Was könnte das für Berlin heißen?
Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder zu betonen. Auch in der Berliner Koalitionsvereinbarung der SPD und CDU wird den Wohnungsbaugenossenschaften eine "dämpfende Funktion in Bezug auf die Mietenentwicklung" zugestanden. Nun soll im Jahr der Genossenschaften ein Pilotprojekt in Berlin gestartet werden, das eine Wettbewerbsauslobung für genossenschaftliche Neubauvorhaben zum Inhalt hat . Ein Mittel um die defizitäre Wohnraumversorgung mit kleinen Einheiten zu fördern und untere und mittlere Einkommensgruppen zu unterstützen (Koalitionsvereinbarung 2011-2016 S. 29-30).
Die Hoffnung für einen Richtungswechsel in der Berliner Wohnungspolitik wächst!
Weitere Infos zum Genossenschaftsjahr unter genossenschaften.de
Die Koalitionsvereinbarung SPD/CDU Berlin 2011-2016 findet ihr hier
2. Projekt im Rampenlicht: spree wg 1 in Berlin Kreuzberg
WG in der Genossenschaft an der Spree

Die spree wg 1 als Teilprojekt der Spreefeld Berlin eG betrachtet es als ihre Aufgabe, Wohnraum für generationsübergreifende, sozial gemischte Wohnformen zum Nutzen ihrer Mitglieder und auf nachhaltige Art und Weise zu schaffen. Die WG bewirtschaftet Wohnungen für ihre Mitglieder. Insbesondere fördert die WG gemeinsames und selbstbestimmtes Wohnen ihrer Mitglieder in dauerhaft gesicherten Verhältnissen. Hier eine kurze Vorstellung:
Kombination von privaten Rückzugsbereichen (eigene Wohnräume) und gemeinschaftlichen Flächen (Gemeinschaftsküche, Wohnraum, Bad, Terassen, usw.).
Konsensentscheidungen.
undogmatische Wohnkultur.
Ressourcensparsamkeit (Energie, Wärme, Wasser, usw).
Gemeinschaftsräume haben die attraktivsten Lagen (Raum, Licht, Garten, usw.).
Öko-Strom.
Gemeinschaftsterrassen schaffen Platz für Urban Farming.
Weitere Infos unter WOHNPORTAL Berlin_spree_wg_1 und Spreefeld_Berlin
3. Aufruf: Unterstützung für die Kika-Gruppe
Eine kollektive Hausprojektgruppe
Seit rund anderthalb Jahren gibt es unter dem Namen „Kika-Gruppe“ den Zusammenschluss dreier verschiedener (Wohn-) Gruppen, die sich gemeinsame Gedanken machen, kollektive Arbeitszusammenhänge jenseits der üblichen Lohnarbeitsfallen oder eine gemeinsame Ökonomie etabliert haben: Die ASK (Antifaschistische Stadtkommune), Glitzaplanet und „Freizeit“. Zusammen 40 Personen (darunter vier Kinder). Sämtliche Energien fließen gerade in den Kauf eines viergeschossigen Hauses im Neuköllnkiez. In dem Haus wollen sie nicht nur wohnen (und sich miteinander auseinandersetzen), sondern nach Möglichkeit nach außen wirken - am liebsten natürlich (auch) in hauseigenen Veranstaltungsräumen, die nicht zuletzt dem Kiez und politischen Zusammenhängen als Spielwiese und Ort für Austausch und Vernetzung dienen sollen. Das Projekt wird begleitet vom Mietshäuser Syndikat und hat den überwiegenden Teil für einen Direktkredit für den Kauf des Hauses zusammen. Dennoch fehlt ein Restbetrag und die Zeit rennt...
Wenn ihr am Projekt interessiert seid und das Projekt durch Direktkredite Unterstützen möchtet meldet euch unter dieser Adresse für weitere Informationen kika@cyborgsociety.org






